Rechtsvertretung aus einer Hand und aus einem Guss

Zunächst die gute Nachricht:
 
Unser Bürgermeister hat entsprechend dem Beschluss des Stadtrates vom 12. Juli 2021 heute (17. August 2021) Rechtsanwalt Prof. Dr. Remo Klinger mit der Wahrnehmung der Interessen der Stadt Boppard und damit des Ortsbezirks Bad Salzig beauftragt. Wir sind einen wichtigen Schritt weiter!

Ziel der #gegenReede 2.0 ist es zu erreichen, dass die geplante Maßnahme der WSV verkleinert und in die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal eingepasst wird.

Der von der Stadt nun bestellte Anwalt hatte im Zuge der Vorgespräche vorgeschlagen, in das an ihn zu übertragende Mandat auch die Vertretung von bis zu 3 Anliegern mit einzubeziehen. Die Stadt könne vor allem ihre kommunalen Planungsrechte und gegebenenfalls Eigentumsrechte geltend machen. Anlieger könnten darüber hinaus immissionsschutzrechtliche Betroffenheiten anführen. So könnten in die juristische Auseinandersetzung die verschiedensten Rechtsschutzinteressen aus einer Hand und einem Guss eingebracht werden. Diese Zusammenfassung von Interessen würden die Erfolgsaussichten im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung deutlich verbessern. Die Einbeziehung von betroffenen Anliegern diene also auch den Interessen der Stadt.

Die Initiative #gegenReede hatte den Bürgermeister vor der Auftragserteilung an Prof. Dr. Remo Klinger gebeten, diese Chance zu nutzen, für unser Bad Salzig, für das Welterbe und für unsere Heimat.

Ein gemeinsames Gespräch wurde von der #gegenReede gestern Abend (16. August 2021) vorgeschlagen; bisher liegt insoweit keine Reaktion des Bürgermeisters vor. Ob überhaupt Gesprächsbereitschaft besteht, ist bislang unklar. Über eine Kostenbeteiligung gegebenenfalls mitvertretener Anlieger könnte sicher Einigung mit der Stadt erzielt werden. 

Würde die aktuelle Planung der WSV Rhein Realität, wäre die gesamte Entwicklung von Bad Salzig gefährdet. Bad Salzig würde für den Tourismus und auch als Wohnort unattraktiv und könnte mit anderen Mittelrheingemeinden nicht mehr konkurrieren. Deshalb darf keine Chance vertan werden, unser gemeinsames Ziel zu erreichen.

Vielleicht ergibt sich im weiteren Verlauf der Dinge die Möglichkeit, durch nachträgliche Einbeziehung der Vertretung von Anliegerinteressen die von Rechtsanwalt Prof. Dr. Klinger aufgezeigten Chancen zu nutzen.